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Alle Jahre wieder, so könnte man die Ankündigung des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) betiteln, die laut Meldung der WAZ beabsichtigt, zu Beginn des kommenden Jahres erneut die Preise für Fahrtickets anzuheben.

„Unter dem  Vorwand der Großzügigkeit und Ausweitung der Mobilität in der höchsten Preisstufe verkennt der VRR, dass das sogenannte Sozialticket für den Kreis der Menschen mit geringem Einkommen kaum noch erschwinglich ist. Im Hartz IV-Satz sind lediglich 25,77 Euro für Fahrkosten vorgesehen“, so Bettina Peipe, sozialpolitische Sprecherin der Linksfraktion Gelsenkirchen.

„Die von der VRR geplante Erhöhung auf 37,80 Euro ab bereits Oktober diesen Jahres ist nicht nachzuvollziehen. Wieder einmal werden die Ärmsten der Armen geschröpft. Zwar gibt es für Arbeitssuchende Fahrkostenzuschüsse, diese sind jedoch in der Summe gedeckelt und müssen vor Reiseantritt beantragt werden. Der Betrag wird erst nachträglich erstattet. Das sogenannte „Sozialticket“ ist außerdem auf das jeweilige Stadtgebiet der Betroffenen begrenzt, d.h., für alle anderen Fahrten sind teure Zusatztickets notwendig.“

Der VRR beklagt, dass insbesondere der Anstieg der Personen, die vom Sozialticket Gebrauch machen, zu noch höheren Finanzierungslücken führt und fordert auch zukünftig weitere Landesmittel.

„Diese nach oben offene Endlosspirale der Fahrpreiserhöhung für die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs für Menschen mit geringem Einkommen muss endlich ein Ende finden. Es gibt Örtlichkeiten in Deutschland, deren Fahrpreise deutlich unter denen liegen, die vom VRR gefordert werden. Als Totschlagargument für die Preiserhöhung müssen immer die Löhne und Gehälter der Mitarbeiter herhalten. Diese unsäglichen Zustände müssen endlich beendet werden. Ziel muss sein, Leistungsbeziehenden Mobilität zu ermöglichen. Ein Sozialticket muss so ausgestaltet werden, dass es Mobilität für alle sichert und Ausgrenzung verhindert. Mobilität muss für jeden und jede bezahlbar sein“, so Bettina Peipe abschließend.