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Linksfraktion Gelsenkirchen fordert umfassendes Handlungskonzept für Ückendorf

Die soziale Lage im Stadtteil Ückendorf hat sich in jüngster Zeit spürbar verschärft. Was Ückendorf jetzt braucht, ist ein entschlossener sozialer, präventiver und nachhaltiger Ansatz.

 

Die soziale Lage im Stadtteil Ückendorf hat sich in jüngster Zeit spürbar verschärft. Für die Linksfraktion Gelsenkirchen ist klar: Reine Symbolpolitik oder ausschließlich repressive Maßnahmen lösen die bestehenden Probleme nicht. Was Ückendorf jetzt braucht, ist ein entschlossener sozialer, präventiver und nachhaltiger Ansatz.

Deshalb bringt die Linksfraktion Gelsenkirchen einen Dringlichkeitsantrag ein, der die Stadt Gelsenkirchen verpflichtet, unverzüglich ein umsetzungsfähiges Gesamtkonzept zur Stabilisierung Ückendorfs vorzulegen und erste Sofortmaßnahmen direkt einzuleiten.

Im Mittelpunkt stehen dabei insbesondere Kinder und Jugendliche. Benötigt werden mehr Streetwork, Familienhilfe, Jugend- und Freizeitangebote, Hausaufgabenhilfen sowie verlässliche Beratungsstrukturen im Quartier.

Markus Ledwig erklärt dazu:

„Wer soziale Probleme allein mit Ordnungspolitik beantworten will, verkennt die Realität vor Ort. Armut, fehlende Perspektiven, prekäre Wohnverhältnisse und mangelnde Angebote für junge Menschen lassen sich nicht verdrängen – sie müssen politisch gelöst werden.“

Lea Meininghaus ergänzt:

„Ückendorf braucht keine Stigmatisierung, sondern echte Unterstützung. Wenn wir in Bildung, Jugendarbeit, Integration und gute Nachbarschaften investieren, stärken wir Zusammenhalt, Sicherheit und Lebensqualität für alle Menschen im Stadtteil.“

Der Antrag sieht darüber hinaus vor:

• Ausbau von Quartierszentren und Nachbarschaftstreffs
• bessere Integrations-, Sprach- und Qualifizierungsangebote
• konsequentes Vorgehen gegen Problemimmobilien und ausbeuterische Vermietung
• Aufwertung öffentlicher Räume, Sauberkeit und Beleuchtung
• bürgernahe Sicherheitsarbeit und regelmäßige Dialogformate
• gesicherte Finanzierung sowie verbindliche Evaluation

Die positiven Erfahrungen aus anderen Stadtteilen wie Horst und Rotthausen zeigen, dass verstärkte Sozialarbeit, Präsenz vor Ort und Konfliktvermittlung wirksam sind. Dieser erfolgreiche Ansatz muss nun auch in Ückendorf konsequent umgesetzt werden.

Die Linksfraktion Gelsenkirchen fordert: Ückendorf darf nicht weiter allein gelassen werden. Alle Stadtteile haben Anspruch auf gleiche Lebensverhältnisse, Sicherheit und soziale Teilhabe.

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