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Anfrage der Linken schockiert: 40 % Mietenanstieg seit 2010

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Die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Bundestagsabgeordneten Lea Reisner verdeutlicht das Ausmaß der Krise: In Nordrhein-Westfalen sind die Angebotsmieten in den vergangenen zehn Jahren um fast das Doppelte gestiegen. Damit steigen die Mieten deutlich schneller als die Einkommen.

 

Mieten steigen schneller als Einkommen – Gelsenkirchen braucht endlich eine echte Wende in der Wohnungspolitik

 

Die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Bundestagsabgeordneten Lea Reisner verdeutlicht das Ausmaß der Krise: In Nordrhein-Westfalen sind die Angebotsmieten in den vergangenen zehn Jahren um fast das Doppelte gestiegen. Damit steigen die Mieten deutlich schneller als die Einkommen. 

Für viele Haushalte bedeutet das: Ein Drittel oder mehr des Einkommens geht allein für die Miete drauf. Auch Gelsenkirchen trifft es hart. Hier stiegen die Angebotsmieten von 4,82 Euro/m² im Jahr 2010 auf 6,72 Euro/m² im Jahr 2024 – ein Anstieg von rund 40 Prozent. Für die ärmste Kommune in NRW ist diese Belastung besonders dramatisch.

Gleichzeitig hat sich der Bestand von Sozialwohnungen in Nordrhein-Westfalen seit Erfassungen von 2006 jedes Jahr kontinuierlich verkleinert. Waren es 2006 noch 757.000 Sozialwohnungen, sind die bestehenden Sozialwohnungen 2024 auf nur noch 409.000 geschrumpft. Das ist ein Rückgang um fast die Hälfte. Dabei braucht es gerade jetzt mehr bezahlbaren Wohnraum in unseren Städten.

Bettina Peipe, sozialpolitische Sprecherin der Linken in Gelsenkirchen, fordert deshalb:

„Wir brauchen dringend mehr Sozialwohnungen. Immer mehr Menschen in unserer Stadt wissen nicht, wie sie die nächste Miete bezahlen sollen. Während Lebensmittel, Energie und der Alltag teurer werden, fressen die Mieten ganze Gehälter auf. Neubau alleine reicht nicht – wir brauchen endlich eine Politik, die die Profite der Immobilienkonzerne stoppt und die Menschen schützt.“

Die Linke NRW zieht deshalb mit klaren wohnungspolitischen Forderungen in die Kommunalwahl 2025:

  • Mietenstopp in angespannten Wohnungsmärkten, damit Wohnen bezahlbar bleibt.
  • Massiver Ausbau kommunaler und gemeinnütziger Wohnungsbestände, insbesondere von Sozialwohnungen.
  • Rekommunalisierung privatisierter Bestände und Vorrang für kommunale Gesellschaften bei Grundstücksvergabe.
  • Konsequentes Vorgehen gegen Leerstand und Spekulation, um vorhandenen Wohnraum nutzbar zu machen.
  • Sozial gerechte Stadtentwicklung, die Verdrängung verhindert und Mieter*innenrechte stärkt.

Peipe fasst zusammen:

 

„Wohnen ist ein Grundrecht und keine Ware. Wenn die Politik weiter untätig bleibt, wird Wohnen unbezahlbar. Deshalb kämpfen wir als Linke für echte Entlastung der Menschen – gerade hier vor Ort.“      

 

Auch der Kreisverband äußerte sich bereits mehrmals zu dieser Problematik https://www.dielinke-gelsenkirchen.de/startseite/aktuell/detailseite-nachrichten/news/zuhause-statt-zu-teuer-wohnen-ist-menschenrecht/

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